Glossar
- Buchhaltung
- Defninition:
Buchhaltung ist die Organisationseinheit eines Unternehmens, die die Buchführung erstellt. Die Begriffe Buchhaltung und Buchführung werden umgangssprachlich häufig synonym verwendet. In der Betriebswirtschaftslehre bezeichnet der Begriff Buchführung nur die Methodik oder Tätigkeit.
Je nach Größe und Art der Organisation kann es sinnvoll sein, die Buchhaltung in Teilbereiche zu untergliedern.- Die Finanzbuchhaltung bucht Vorgänge, die zur Bilanzierung und Gewinn- und Verlustrechnung nötig sind.
- Die Debitorenbuchhaltung verarbeitet die Forderungen an Kunden.
- Die Kreditorenbuchhaltung verarbeitet die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.
- Die Anlagenbuchhaltung verwaltet Güter des Anlagevermögens.
- Die Lohnbuchhaltung wickelt die Lohn- und Gehaltsabrechnungen ab.
- Die Kosten- und Leistungsrechnung ordnet zu, welche Kosten die einzelnen Unternehmensteile und/oder die Projekte verursachen.
- Die Lager- oder Mengenbuchhaltung ist für die Verbuchung von Geschäftsvorfällen in der Materialwirtschaft zuständig.
- Die Energiebuchhaltung wird im kommunalen Facility Managements angewendet.
Die Kameralistik bzw. Kameralbuchhaltung ist eine Sonderform, die in staatlichen Organisationen angewendet wird.
- COPICS
- Abkürzung für:Communications Oriented Information and Control System
Das Communications Oriented Production Information and Control System, war eine 1972 von IBM veröffentlichte Sammlung von Konzepten für integrierte Datenverarbeitungssysteme in der Fertigung. COPICS umfasste 12 Kapitel in 8 Bänden. Band I enthielt eine Übersicht für das Management, Systemvoraussetzungen, Erläuterungen und Stichwörter, Band II bis VII beschrieben die Anwendungen und Band VIII die zugrundezulegende Datenbank. COPICS wurde bewusst nicht als fertig einzusetzendes System konzipiert, deshalb gab es zunächst auch keine realisierte COPICS-Software. Das Systemkonzept sollte lediglich Führungskräften von Unternehmen zeigen, wie sie die für sie passende Anwendungssoftware gestalten können.
- CRM
- Abkürzung für:Customer Relationship Management
Customer-Relationship-Management (dt. Kundenbeziehungsmanagement) oder Kundenpflege, bezeichnet die konsequente Ausrichtung einer Unternehmung auf ihre Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungs-Prozesse. Die dazu gehörende Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen ist ein wichtiger Baustein und ermöglicht ein vertieftes Beziehungsmarketing.
- CSCW
- Abkürzung für:Computer Supported Cooperative Work
Als Computer Supported Cooperative Work oder Computer Supported Collaborative Work, dt. computerunterstützte oder rechnergestützte Gruppenarbeit, wird ein interdisziplinäres Forschungsgebiet aus Informatik, Soziologie, Psychologie, Anthropologie, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften, Medienwissenschaft und verschiedenen weiteren Disziplinen bezeichnet, das sich mit Gruppenarbeit und Zusammenarbeit und den die Gruppenarbeit unterstützenden Informations- und Kommunikationstechnologien befasst; die zentralen Forschungsgegenstände der CSCW sind also die Kooperationen zwischen Menschen und deren Unterstützbarkeit mit Rechnern.
Computer Supported Cooperative Work (CSCW) ist die Bezeichnung des Forschungsgebietes, welches auf interdisziplinärer Basis untersucht, wie Individuen in Arbeitsgruppen oder Teams zusammenarbeiten und wie sie dabei durch Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt werden können. Ziel aller Bemühungen im Gebiet CSCW ist es, unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologie, Gruppenprozesse zu untersuchen und dabei die Effektivität und Effizienz der Gruppenarbeit zu erhöhen. In neueren Entwicklungen hat sich die Disziplin auch Kommunikations- und Kooperationsszenarien jenseits der Arbeitswelt zugewandt (z. B. Online-Communitys im Freizeit- und Heimbereich).
Die Hilfsmittel für die Kooperation innerhalb von Gruppen und Teams werden als Groupware (für schwach strukturierte Arbeitsprozesse) oder Workflow-Management-Systeme (für stark strukturierte Arbeitsprozesse) bezeichnet; dies schließt sowohl Hardware (beispielsweise Kameras, Displays) als auch Software ein.
In der Forschung zu CSCW werden drei eng miteinander zusammenhängende Forschungsbereiche unterschieden (nach Hasenkamp 1994):- die Entwicklung eines Verständnisses der Zusammenarbeit und Koordination
- die Entwicklung von Konzepten und Werkzeugen für die Unterstützung arbeitsteiliger Prozesse
- die Bewertung dieser Konzepte und Werkzeuge
Umgangssprachlich werden die Begriffe CSCW, Groupware und Workgroup Computing häufig weitgehend synonym gebraucht. - E-Business
- Defninition:
E-Business (in älteren deutschen Texten) oder inzwischen mehrheitlich verwendet eBusiness (in internationalen Texten) ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK). Die Bezeichnung eBusiness ist mit Ausnahme geschützter Zusammensetzungen frei verwendbar.
- EAI
- Abkürzung für:Enterprise Application Integration
Enterprise Application Integration (EAI) oder Unternehmensanwendungsintegration (UAI) ist ein Konzept zur unternehmensweiten Integration der Geschäftsfunktionen entlang der Wertschöpfungskette, die über verschiedene Applikationen auf unterschiedlichen Plattformen verteilt sind, und die im Sinne der Daten- und Geschäftsprozessintegration verbunden werden können. Das Ziel ist die integrierte Geschäftsabwicklung durch ein Netzwerk unternehmensinterner Applikationen verschiedener Generationen und Architekturen.
- ERP
- Abkürzung für:Enterprise Resource Planning
Enterprise Resource Planning (ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen und somit die Steuerung von Geschäftsprozessen zu optimieren.
- Fakturierung
- Begriff für:
Als Fakturierung (von lateinisch-spanisch factura für Rechnung) wird ein Vorgang im Rechnungswesen bezeichnet, bei dem einem Kunden eine Rechnung über erfolgte (in seltenen Fällen auch erst vorgesehene) Lieferungen und/oder Leistungen erstellt wird. Bei der Fakturierung erfolgt auch eine Buchung des Geschäftsfalls auf passende Konten (Umsatzerlöse, Forderungen oder Kasse (Bargeld), evtl. Umsatz- und andere Steuern).
Sowohl an den Fakturierungsvorgang als auch an die Rechnung selbst stellen verschiedene Bestimmungen (vor allem des Handelsrechts und des Steuerrechts) Mindestanforderungen. Die Rechnung muss folgende Informationen enthalten:- die Namen und Anschriften des Rechnungsstellers und des Empfängers,
- eine Liste aller gelieferten Waren und erbrachten Leistungen mitsamt deren Nettopreis,
- das Leistungsdatum (Lieferdatum ist nicht gleich Leistungsdatum!),
- Umsatzsteuerbeträge,
- den Steuersatz,
- den Bruttobetrag,
- Zahlungsbedingungen,
- das Datum der Erstellung,
- eine eindeutige Rechnungsnummer
- und die Steuernummer des Unternehmens.
Alle Unternehmens-Informationssysteme unterstützen Fakturierungsvorgänge in verschiedenen Spielarten. - Footprint
- Akronym für:
Speicherplatz, den ein Computerprogramm belegt oder referenziert
- Gropue Ware
- Defninition:
Als Groupware bzw. Gruppen-Software (auch kollaborative Software) bezeichnet man eine Software zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg. Groupware ist die Umsetzung der theoretischen Grundlagen der computergestützten Gruppenarbeit (Computer Supported Cooperative Work, Abkürzung CSCW) in eine konkrete Anwendung. Gelegentlich werden auch Hardware-Komponenten zu einer Groupware hinzugezählt.

